Kinder- und Jugendbeteiligung fließt in die Planung des Europagartens ein

Am Donnerstag, den 11. Juni 2026, informierte das Grünflächenamt mit einem Infostand am Rande des Tel-Aviv-Platzes über die Einbindung der Ergebnisse der Kinder- und Jugendbeteiligung in die Planungen zur Grunderneuerung des Europagartens.

Der Infostand war Teil des Hitzeaktionstags, der vom Mehrgenerationenhaus Gallus organisiert wurde.

Eingeladen waren insbesondere die Kinder und Jugendlichen, die sich zuvor mit ihren Ideen und Wünschen an der Planung beteiligt hatten. Aufgrund des wechselhaften Wetters fanden allerdings nur wenige der Eingeladenen den Weg zum Infostand.

Trotz der eher überschaubaren Besucherzahl ergaben sich einige gute Gespräche mit interessierten Passant:innen über die geplante Grunderneuerung des Europagartens. Besonders erfreulich war, dass einzelne Kinder ihre eigenen Ideen und Vorschläge in den vorgestellten Planungen wiederentdeckten.

Da viele Interessierte nicht vor Ort sein konnten, werden die wichtigsten Infos zum Beteiligungsverfahren hier noch einmal zusammengefasst.

Die Kinder- und Jugendbeteiligung wurde gemeinsam mit dem Mehrgenerationenhaus Gallus durchgeführt. Beteiligt waren Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 16 Jahren aus zwölf Einrichtungen des Gallus. Dafür erhielten die Einrichtungen großformatige Luftbilder des Europagartens, Fragebögen mit Leitfragen wie „Wo gefällt es dir im Europagarten besonders gut?“ oder „Was gefällt dir gar nicht?“ sowie Anregungen für Pädagoginnen und Pädagogen, wie sie gemeinsam mit den Kindern Ideen für den Europagarten entwickeln können.

Die gesammelten Beiträge wurden im Mehrgenerationenhaus Gallus ausgestellt. Anschließend präsentierten Kinder und Jugendliche aus den beteiligten Einrichtungen ihre Ideen und Wünsche persönlich den Mitarbeitenden des Grünflächenamts.

Die Auswertung zeigte eine beeindruckende Vielfalt an Wünschen und Anregungen. Besonders häufig wurden Wasserspielmöglichkeiten, verschiedene Kletterangebote mit und ohne Rutschen, Trampoline, Schaukeln und eine Seilbahn genannt.

Darüber hinaus gab es zahlreiche Anregungen zur Bepflanzung, zum Sonnenschutz und zur gastronomischen Versorgung im Park. Ältere Kinder und Jugendliche wünschten sich neben Sport- und Bewegungsangeboten vor allem attraktive Treffpunkte. Eine besonders kreative Idee war eine „Chill Area“ mit einem solarbetriebenen Tisch in Pilzform, der nachts leuchtet, sowie einem Pilzsofa mit integrierten Lademöglichkeiten.

Auch das Thema Sicherheit spielte eine Rolle. So wurde mehrfach der Wunsch nach einer guten Beleuchtung in den Abendstunden sowie nach einer nächtlichen Schließung des Parks geäußert.

Alle Ideen und Wünsche wurden sorgfältig ausgewertet und in Themenbereiche eingeordnet. Bevor einzelne Vorschläge in die Planung übernommen werden konnten, wurde außerdem geprüft, welche Spiel- und Freizeitangebote bereits in fußläufiger Entfernung zum Europagarten vorhanden sind. Im Umfeld gibt es bereits zahlreiche Angebote, die bei der weiteren Planung berücksichtigt werden müssen. Daher können nicht alle Wünsche eins zu eins umgesetzt werden. Sie bilden jedoch eine wichtige Grundlage für die Grunderneuerung des Europagartens und helfen dabei, die Bedürfnisse der zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer bestmöglich zu berücksichtigen.

In der aktuellen Entwurfsplanung zum Europagarten 2.0 finden sich das Wasserspiellangebot, unterschiedliche Schaukeln und eine Doppelseilbahn wieder.

Ein Dank gilt allen Kindern, Jugendlichen, Familien und Einrichtungen, die sich an der Ideensammlung beteiligt und ihre Wünsche eingebracht haben. Ebenso gilt dem Mehrgenerationenhaus Gallus Dank für die Unterstützung bei der Durchführung der Beteiligung sowie für die Einbindung des Projekts in Veranstaltungen wie den Hitzeaktionstag.

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