Saatarbeiten erfolgreich abgeschlossen
Ein wichtiger Meilenstein bei der Entwicklung des Europagartens ist erreicht: Am Freitag, den 29. Mai, wurden die Saatarbeiten für die Zwischenbegrünung erfolgreich abgeschlossen.
Den Arbeiten voraus gingen umfassende Schritte zur Bodensanierung. Die Flächen des Europagartens waren in weiten Teilen stark verdichtet, was wichtige Bodenfunktionen sowie die Entwicklung von Pflanzen beeinträchtigte.
In den vergangenen Wochen wurden die verdichteten Schichten daher mit speziellen Geräten tiefengelockert, um die Voraussetzungen für einen gesunden Luft-, Wasser- und Wurzelhaushalt wiederherzustellen. Ab Herbst 2026 wird noch einmal im Bereich der geplanten Baumstandorte eine hydraulische Bearbeitung vorgenommen.
Nach dem vorläufigen Abschluss dieser vorbereitenden Arbeiten folgte vergangene Woche die Einsaat einer sogenannten Zwischenbegrünung. Auch wenn sich die Fläche derzeit noch als brauner Acker präsentiert, wird sich das Bild in den kommenden Wochen deutlich verändern. Mit etwas Unterstützung durch das Wetter entsteht hier eine farbenfrohe Blütenlandschaft, die nicht nur optisch attraktiv ist, sondern gleichzeitig wichtige ökologische Funktionen erfüllt.
Die ausgesäten Pflanzen tragen zur weiteren Bodenverbesserung bei. Je nach Art reichen ihre Wurzeln mindestens 60 Zentimeter und teilweise sogar bis zu zwei Meter tief in den Boden. Dadurch wird das Erdreich auf natürliche Weise weiter gelockert und die Bodenstruktur nachhaltig verbessert.
Gleichzeitig schützt die Vegetation den Boden vor Erosion. Die Pflanzen halten die Erde an Ort und Stelle und verhindern, dass sie durch Wind oder Starkregen abgetragen wird.
Die Gründüngung bleibt für eine Vegetationsperiode stehen. Danach wird sie vor der hydraulischen Bearbeitung im Herbst zerkleinert und oberflächlich in den Boden eingearbeitet. Dadurch gelangen zusätzliche organische Stoffe, inkl. Nährstoffe in den Boden, was dessen Fruchtbarkeit weiter erhöht und den Regenerationsprozess unterstützt.
Diese Form der Begrünung stammt ursprünglich aus der Landwirtschaft.
Durch die Ansaat entstehen auf einen Schlag rund drei Hektar Blühfläche. Davon profitieren insbesondere Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge und viele weitere Insektenarten, die hier ein reiches Nahrungsangebot finden werden.
Aus gestalterischen Gründen wurden zwei unterschiedliche Saatmischungen verwendet.
Auf den bisherigen Rasenflächen wurde eine besonders farbenfrohe Mischung ausgesät. Sie enthält Phacelia, Sonnenblumen, Wegwarte, Wilde Möhre, Blaue und Gelbe Lupinen, Luzerne, Schabziger Klee sowie Kornblumen.
In den Pflanzbeeten im Westen des Parks kommt eine zweite Mischung zum Einsatz. Diese besteht aus Gelbsenf, Malve, Sonnenblumen, Alexandrinerklee, Gelber Lupine, Inkarnatklee, Rotklee und Esparsette.
Auf dem beigefügten Plan ist die Saatmischung der ehemaligen Rasenflächen grün und die Saatmischung in den Pflanzbeeten orange markiert.
Wie üppig die Blüte in diesem Jahr ausfallen wird, hängt nun vor allem vom Wetter ab. Regelmäßige Niederschläge mit warmen Temperaturen bieten die besten Voraussetzungen für eine dichte und artenreiche Entwicklung der Pflanzen.
Die zentrale Parkmitte bleibt voraussichtlich für etwa ein Jahr gesperrt, damit sich die eingesäte Zwischenbegrünung optimal entwickeln kann und der Boden ausreichend Zeit zur Regeneration erhält. Die umlaufenden Promenaden, die Spielkabinette sowie der querende Weg entlang der Parkgastronomie stehen Besucherinnen und Besuchern weiterhin zur Verfügung.